Der nachfolgende Beitrag ist von Dr. Bernd Mayer (Pharmakologe und Professor an der Universität Graz). Der Beitrag wurde auf Facebook mit der Bitte um Verbreitung veröffentlicht – Einer Bitte, der wir nur allzu gerne nachkomme.

Beitrag:

Es ist allgemein bekannt, dass Frau Dr. Pötschke-Langer über die gesundheitlichen Aspekte des Dampfens zumeist nicht die volle Wahrheit sagt. Allerdings hat sie sich bisher sehr geschickt hinter Konjunktiven versteckt, bevorzugt von der „möglicherweise eventuell vielleicht nicht auszuschließenden“ Gefährlichkeit des Dampfens gesprochen, und aus 100 Studien eine negative heraus gepickt, 99 positive aber unter den Teppich gekehrt. Nicht die volle Wahrheit gesagt, aber eben auch nicht dezidiert gelogen. Politisches Taktieren vom Feinsten!

Wenn es hart auf hart geht, schreckt die Dame aber offenbar auch vor einer glatten Lüge nicht zurück. Auf der im Dezember 2015 am DKFZ abgehaltenen Konferenz für Tabakkontrolle wurde eine von Frau Dr. Silke Kuhn an der Universität Hamburg konzipierte Umfrage über die Konsumgewohnheiten und Motive von Dampfern vorgestellt. Das Ergebnis der Umfrage hat offensichtlich nicht in das Weltbild der Frau Dr. Pötschke-Langer gepasst (siehe weiter unten in meiner Chronik). Ein hilfreicher Mensch hat eine Mitschrift der anschließenden Diskussion angefertigt. Demnach hat Frau Dr. Pötschke-Langer die Teilnehmer an der Umfrage als bezahlte Schergen der E-Zigaretten-Lobby abqualifiziert:

„Wenn man ‚online‘ zulässt und entsprechende Bezahlkommandos losschickt, die es ja gibt, insbesondere auch in Deutschland und auch in anderen Ländern, ist das überhaupt kein Problem, so etwas zu verfälschen, ist doch ganz klar. Es ist doch das einfachste von der Welt.“

Das hat verständlicherweise für großen Aufruhr in der Community gesorgt. Eine verärgerte Konsumentin hat sich in einer Email beim Leiter des DKFZ, Prof. Boutros, über diese unverschämte Unterstellung beschwert und dabei u.a. das o.g. Zitat angeführt. Auf Ersuchen von Prof. Boutros musste Frau Dr. Pötschke-Langer der Konsumentin antworten und hat ihr bezüglich des angeführten Zitats folgendes mitgeteilt:

„Sie selbst waren auf der Konferenz nicht anwesend, sondern greifen Behauptungen auf, die im Internet kursieren und falsch sind.“

Frau Dr. Pötschke-Langer hat also das Zitat ihrer Aussage als FALSCH bezeichnet. Sie war wohl der Meinung, dass eine hochdekorierte „Krebsforscherin“ glaubwürdiger sein wird als fadenscheinige Nikotin-Junkies (die bekanntermaßen regelmäßig Lügen über die Vorteile des Umstiegs vom Rauchen aufs Dampfen verbreiten). Sie hatte allerdings nicht vorhergesehen, dass die Diskussion aufgezeichnet wurde. In der Aufzeichnung hört man die zitierte Aussage in identischem Wortlaut aus dem Mund von Frau Dr. Pötschke-Langer (ab 2:24):

 

Sie erklärt übrigens auch kurz, wie sie es anstellen würde, um erwünschte Ergebnisse zu erhalten (ab 1:50). Meine Oma hatte also recht: Wie der Schelm denkt, so ist er.

Als Stiftung öffentlichen Rechts verwaltet das DKFZ öffentliches Vermögen. Als Gegenleistung für die Finanzierung ihres Gehalts nimmt Frau Dr. Pötschke-Langer nicht nur die gesundheitliche Schädigung von Millionen Rauchern in Kauf, die sie durch ihre Aktivitäten vom Umstieg aufs Dampfen abhält, sondern lügt die Öffentlichkeit auch schamlos an, wenn das ihren politischen Zielen dienlich ist. Wäre Frau Dr. Pötschke-Langer eine Wissenschaftlerin – wofür es allerdings keinen belastbaren Hinweis gibt – wäre sie eine Schande für unsere Zunft.

Ich hoffe auf möglichst weite Verbreitung dieses Beitrags, der all jenen Medien und Politikern die Augen öffnen sollte, die bisher die Äußerungen des DKFZ als sakrosankte Wahrheit betrachtet und dazu ihren Hausverstand ebenso ausgeblendet haben wie die gegenteilige Meinung zahlreicher international renommierter WissenschaftlerInnen.

Im Namen aller Dampfer bedanke ich mich bei der/dem/den Unbekannten für die Aufzeichnung und deren Übermittlung.

Bernd Mayer, Graz 15.01.2016